Bürgermeister Altenberge 2020 - Kommunalwahl am 13.09.2020

Was sind meine Ziele als Bürgermeister?

Leuchtturmprojekt Grundschule Altenberge

Ein zukunftsorientiertes und fundiertes pädagogisches Gesamtkonzept für die neue Grundschule wurde gemeinsam von Lehrern, der Schulpflegschaft, dem offenen Ganztag (OGS), den Fachplanern, den Kindergärten und der Gemeindeverwaltung erarbeitet. Für dieses schlüssige und zukunftsweisende Projekt wurde ein Architektenentwurf entwickelt, bei dem sich der Baukörper wie ein passendes Kleidungsstück über das pädagogische Gesamtkonzept legt.
Mit der baulichen Umsetzung erhält Altenberge eine neue und zukunftsfähige Schule die neben der positiven Bevölkerungsentwicklung, Möglichkeit des sechszügigen Betriebs auch dem gebundenen Ganztag bereits heute Rechnung trägt. Trotz des hohen Invests von rd. 15 Mio. € steht das Schulprojekt als wichtigstes Projekt der kommenden Jahre ganz oben auf meiner Agenda. Der Bau als sechszügige Schule ist unabdingbar und bietet Zukunftssicherheit. Zu Zeiten der fünfzügigen Nutzung sollen die ungenutzten Räumlichkeiten örtlichen Vereinen zur Verfügung stehen. Eine moderne Ausstattung und Infrastruktur mit Glasfaserverkabelung für digitales Lernen verstehen sich bei einem solchen Projekt von selbst.

Gewerbegebiete erschließen und kleine mittelständische Unternehmen (KMU) stärken

Die Gewerbegebiete „Kümper V“ und „Altenberge Süd“ müssen erschlossen und an kleine und mittelständische Unternehmen vergeben werden. Wie sich aktuell zeigt, ist es gerade in Krisenzeiten vorteilhaft, mehrere kleine Standbeine zu haben. Gleichzeitig muss auch den großen Firmen vor Ort unbedingt die Möglichkeit eingeräumt werden, sich am Standort Altenberge langfristig erweitern und halten zu können.

Baugebiet Bahnhofshügel

Im neuen Baugebiet „Bahnhofshügel“ müssen Wohnformen für Jedermann geschaffen werden. Altenberge hat für jede Wohnform mehr Bedarfe als Angebote. Daher gibt das beschlossene Eckpunktepapier eine gute Grundlage für den Wohnformenmix.
Das Gebiet wird bauabschnittsweise erschlossen werden, damit für die kommenden Jahre sukzessiv Wohnungen und Baugrundstücke angeboten werden können.

Ortskernumbau vorantreiben und Rahmenbedingungen für den Einzelhandel optimieren

Der Ortskernumbau hat mit dem Marktplatz angefangen und muss nun weiter Gestalt annehmen. Genau wie auf dem Marktplatz ist die Kanalisation unter der Boakenstiege dringend erneuerungsbedürftig. Daher wird dies das nächste Bauprojekt werden. Hierbei ist es gelungen, eine 70%ige Förderung vom Land NRW zu aktivieren. Die anschließende Umgestaltung des Kirchplatzes soll die Nutzbarkeit des Platzes optimieren. Die umliegenden Gastronomiebetriebe sollen den Platz beleben und zusätzliche Begrünung die Aufenthaltsqualität noch zusätzlich erhöhen. Plan ist es, dass im gesamten Ortskern das gleiche Klinkerpflaster verlegt wird, so dass von allen Eingängen die „Gute Stube“ Altenberges erkennbar wird. Langfristig soll durch den Umbau auch der lokale Einzelhandel gestärkt werden und neue Geschäftsformen akquiriert werden.

Digitalisierungsstrategien erarbeiten und umsetzten

Der Ausbau mit Glasfaser im Außen- und Innenbereich sowie in den Gewerbegebieten wird in den kommenden Jahren durchgeführt und abgeschlossen. Nach dem FTTH Ausbau müssen die lästigen Mobilfunklöcher in Altenberge geschlossen werden. Der Ausbau der 5G Technologie muss dort, wo es sinnvoll ist vorangetrieben werden.
Für die Gemeindeverwaltung muss eine Digitalisierungsstrategie entwickelt werden, die das Verwaltungshandeln für alle Beteiligten einfacher und transparenter gestaltet. Für die Fachkräftesicherung muss eine entsprechende Infrastruktur für Homeoffice und mobiles Arbeiten geschaffen werden. Es ist über die Zukunft der IT Abteilung zu entscheiden, ob eine Teilauslagerung oder gar eine Totalauslagerung an ein Rechenzentrum sinnvoll ist und welche Fachanwendungen hierbei ausgelagert bzw. im Hause bleiben.

Mobilität zukunftsfähig aufstellen

Die Mobilitätswende kommt und Altenberge darf dabei nicht abgehängt werden.
Der Ausbau der B54 und die Einrichtung einer S-Bahn Münsterland sind ambitionierte Ziele. Diese liegen in ferner Zukunft und sind gemeindeseitig nur schwer beeinflussbar. Auf lokaler Ebene kann trotzdem viel passieren: Neben dem Automobil, ob mit Benzin, Akku oder Brennstoffzelle, welches sicher auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des motorisierten Individualverkehrs bleiben wird, werden alternative Mobilitätsformen immer bedeutsamer. Altenberge muss für Radfahrer attraktiver werden. Die Radwege müssen ausgebaut, z.B. „Alter Münsterweg“, und Lücken geschlossen werden, z.B. „Münsterstraße“. Eine Veloroute nach Münster wäre eine attraktive Sache für Pendler. Schließlich pendeln täglich ca. 900 Personen aus Altenberge nach Münster. Für neue Baugebiete können „Car Sharing“ Konzepte erarbeitet werden. Die Ladesäuleninfrastruktur für E-Autos und E-Bikes muss sinnvoll ergänzt werden. Die ÖPNV Anbindung nach Münster ist durch die 20minütige Taktung sehr gut, jedoch in viele andere Nachbarorte stark verbesserungswürdig. Für die neuen Gewerbegebiete können ÖPNV / Rad Pendlerstationen eingerichtet werden, um damit den Pkw Verkehr zu reduzieren.

Konzept „Bürgerrathaus“ vorantreiben und umsetzen

Das in den 60er Jahren errichtete Rathaus ist nicht barrierefrei, energetisch mangelhaft und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inzwischen zu einer Belastung geworden.
Technische Infrastruktur und Raumprogramm entsprechen nicht mehr dem tatsächlichen Bedarf einer modernen Verwaltung. Nach umfangreichen wirtschaftlichen und städtebaulichen Voruntersuchungen hat sich herauskristallisiert, dass ein Rathausneubau die beste Lösung darstellt. Das neue Rathaus gehört in den Ortskern! Rathausbesucher bringen Synergieeffekte für den innerörtlichen Einzelhandel und beleben den Ortskern. Die Planung für ein neues Rathaus auf dem heutigen Standort muss ein Architektenwettbewerb mit breiter Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. Eine Tiefgaragenlösung ist von Vorteil, um den Flächenverbrauch zu reduzieren. Das Rathaus soll sich zum Quartier hin den Bürgerinnen und Bürgern öffnen. Im Bürgerrathaus sollen multifunktionale Räume für Ausstellungen, „Co Working Spaces“ für Vereinsarbeit, Versammlungsräume u.a. entstehen. Vor dem Rathaus soll der neue Rathausplatz entstehen und Marktplatz und Kirchplatz als lebendige Ortsmitte miteinander verbinden. Für das Bauprojekt können Städtebaufördermittel akquiriert werden um die Finanzierung zu gewährleisten.

Zukunftssichere Finanzierungsplanung und Haushaltkonsolidierung

All diese Projekte wollen finanziert werden und dürfen nicht dazu führen, dass die Gemeinde durch langfristige Finanzierungspläne ihren Handlungsspielraum einschränkt.
Dazu muss gewährleistet sein, dass die jährlichen Instandhaltungsmaßnahmen wie Straßenerneuerung, Wirtschaftswege, kommunale Liegenschaften usw. weiterhin möglich sind. Es muss ein intelligentes Finanzierungskonzept erarbeitet werden und gleichermaßen Fördermittel eingeworben werden, um die Maßnahmen auch mittelfristig finanzieren zu können. Bei unkalkulierbaren Einbrüchen der gemeindeseitigen Einnahmen müssen Projekte verschoben oder unterbrochen werden.

Politische Agenda

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